Padmasambhava Puja für die Rote Burg

Padmasambhava Puja für die Rote Burg

Samstag, 3. September 18 – 20 Uhr

Der tibetische König Trisong Detsen beschloss im 8. Jahrhundert, das erste buddhistische Kloster in Tibet zu errichten. Doch alle seine Versuche scheiterten, zu groß war der Widerstand. Was am Tage erbaut wurde, zerstörten die lokalen Dämonen und Götter in der Nacht wieder. So rief er den großen indischen Meister Padmasambhava zu Hilfe. Ihm gelang es schließlich, die Dämonen zu besänftigen und das Kloster zu bauen. Padmasambhava legte damit den Grundstein für die Verbreitung des Dharma in Tibet.  

Auch im 21. Jahrhundert ist es keine leichte Angelegenheit, ein buddhistisches Retreat-Zentrum zu errichten. Die Götter und Dämonen mögen bei uns in ganz anderer Gestalt erscheinen als im alten Tibet, aber auch heute wollen die widerspenstigen Kräfte besänftigt werden, die sich dem Projekt in Form von Hindernissen und Herausforderungen in den Weg stellen.  

Padmavajra hat 2016 einen Vortrag in Berlin gehalten, in dem er uns Vier Vorsätze von Padmasambhava für Berlin übermittelt hat. Darin heißt es: „Diese mächtigen Götter und Dämonen sind unberechenbar und in gewisser Weise unsicher. Sie sind darauf angewiesen, dass Buddhisten das Prächtige Mandala der Erleuchtung Buddhas aus tiefstem Herzen verehren. Diese Götter wollen dem dienen, was im Sein das Höchste und Beste ist, und sie werden es auch tun, insofern wir Buddhisten tatsächlich das Leben im Dharma gemeinsam leben. Sie werden es in dem Maß tun, in dem wir den Buddha und den Dharma verehren und schätzen und einen zutiefst harmonischen Sangha erschaffen und aufbauen.“  

Deshalb möchten wir ab jetzt regelmäßig dazu einladen, als Sangha gemeinsam zu praktizieren und eine Puja zu Ehren von Padmasambhava zu feiern.  Die Puja-Abende werden abwechselnd auf deutsch und auf englisch stattfinden.